Ich möchte hier mal ein YouTube-Video von einem echt coolen Song verlinken, gesungen von Rod Stewart, aber eigentlich schon aus den Dreißigern. Was Jazziges zum Chillen, wenn’s z. B. (wie wohl in den nächsten Tagen wieder) draußen regnet und man es sich mit seinem Schatz daheim gemütlich macht.

Bitteschön!

Die mediale Berichterstattung über ADHS ist nicht immer ausgewogen und fachlich korrekt. Ich schrieb schon einmal über eine derartige Sendung der Reihe „Quarks & Co.“.

Eine kürzlich auf EinsPlus gesendete Talkshow, die sich mit dem Thema ADHS speziell bei Erwachsenen befasst, kann ich allerdings nur empfehlen. Sehr sachlich wurde über die Probleme, aber auch die positiven Seiten von ADHS berichtet, mit denen sich Betroffene und ihre Angehörigen auseinandersetzen müssen.

HIER der Link zum ersten Teil auf YouTube. Danach einfach durch die weiteren Teile hindurchklicken!

Und hier die in der Sendung erwähnten Webseiten:

ADD Online

ADS bei Erwachsenen

Ich will jetzt gar nicht die Inhalte des  sogenannten TV-Duells kommentieren, auch will ich nicht darüber urteilen, wer von beiden Duellanten mit seiner Mimik und Gestik besser punkten konnte oder wie modisch ich Merkels Kette oder Steinmeiers Krawatte fand.

Dieses TV-Duell wird als der Höhepunkt des Wahlkampfes angesehen, damit verbunden war und ist ein großes Engagement der Medien rund um diese neunzig Minuten. Manch einer hätte sich eher gewünscht, dass sich die Kandidaten lieber „zerfleischen“, andere waren froh darüber, dass es ein sehr sachliches Gespräch war. Für mich hatten diese Veranstaltung und das Drumherum auch einen gewissen witzigen Unterhaltungswert.

Es ist z. B. sehr interessant – wenn auch erwartet -, wie die Anhänger der beiden Parteien danach jeweils ihren eigenen Kandidaten als klaren Sieger sahen. Müntefering bezeichnete das Duell gleich mal als „Durchbruch“ für die SPD im Wahlkampf. Das mag er sich wünschen, aber trotz dass sich die Umfragewerte von Steinmeier nach dem Duell verbesserten, ein Durchbruch war es mit Sicherheit nicht.

Was ich auch interessant (und amüsant) finde: Nachdem uns die beiden Kandidaten sagten, was sie sagen wollten, sagen uns nun Andere, was die beiden uns eigentlich gesagt haben. Damit setzt sich das Duell fort, und jede Möglichkeit in den Medien wird dafür genutzt, die Meinung des Zuschauers im Nachhinein immer noch zu beeinflussen. Für die Oppositionsparteien war es natürlich ein schlechtes Duell, da sind sie sich sogar einmal einig. Herr Niebel von der FDP meinte gleich: „Es gibt nur einen Verlierer in diesem Duell, das deutsche Volk.“ Nun gut, ein bisschen Theatralik gehört sicherlich auch zum Geschäft.

Ob man sich nun schon entschieden hat, wen man wählen will oder nicht, muss man sich jedoch einfach überlegen: Was kann eigentlich alles passieren? So viele Möglichkeiten gibt es nämlich gar nicht. Wir haben fünf Parteien, die es höchstwahrscheinlich alle schaffen werden, wieder in den Bundestag einzuziehen. Der Kuchen muss also auf mehr Personen verteilt werden, als es vor ein paar Jahrzehnten der Fall war. Rein statistisch ist damit eine Regierung, die von zwei Parteien gebildet wird, nur wenig wahrscheinlich. Ich glaube, ich lehne mich nicht zu sehr aus dem Fenster, wenn ich prophezeie, dass den größten Teil des Kuchens die CDU/CSU bekommen wird. Ob die SPD das zweitgrößte Stückchen kriegt, ist zwar nicht sicher, aber ich gehe trotzdem mal davon aus. Der Rest verteilt sich mehr oder weniger gleichmäßig auf die drei jetzigen Oppositionsparteien.

Eine Koalition mit den Linken wird von Steinmeier ausgeschlossen, so dass – wenn man dem Glauben schenkt – Rot-Rot-Grün nicht in Frage kommt. Schwarz-Grün-Gelb („Jamaika-Koalition“) will die FDP nicht, also auch nicht so wahrscheinlich. Die CDU/CSU wird also aller Wahrscheinlichkeit nach in der Regierung bleiben und Merkel im Kanzleramt. Die Frage ist jetzt also nur noch: Mit wem? Und da gibt es eigentlich nur zwei wahrscheinliche Möglichkeiten, wenn sich das Wahlergebnis annähernd an die Umfragewerte hält: Entweder mit der FDP oder dann doch wieder mit der SPD, falls es für Schwarz-Gelb nicht reicht. Schwarz-Grün wird wohl noch weniger eine Chance auf Mehrheit haben als Schwarz-Gelb und „Schwarz-Dunkelrot“  kann man ausschließen.

Ich finde, die große Koalition hat in den vergangenen Jahren keine schlechte Arbeit geleistet. Aber ich denke, dass eine große Koalition auch lähmend wirken kann und klare politische Gegner die Politik mehr voran bringen könnten. Man muss sich also letztendlich als Wähler die Frage stellen: Will ich, dass die große Koalition weiter besteht? Dann ist es eigentlich egal, ob man CDU/CSU oder SPD wählt. Oder will ich, dass sich etwas ändert und die Politik effektiver wird? Das ginge allerdings halt nur mit Schwarz-Gelb, und ich müsste CDU/CSU oder FDP wählen. Gibt man seine Stimme der FDP, kann es allerdings passieren, dass man seine Stimme ganz knapp verschenkt hat, weil Schwarz-Gelb dann doch nicht zustande kommt, und einem die FDP in der Opposition nicht viel bringen wird.

Jeder soll das wählen, was er für richtig hält – gar nicht hinzugehen ist keine Alternative. Aber wenn man seine Stimme nicht verschenken will, geht es letztlich nur um die Frage: Schwarz-Gelb oder weiter Schwarz-Rot?

P. S.: Noch eine Anmerkung zu den Medien: Wer sich darüber aufregt, dass im TV-Duell gewisse Themen ausgespart geblieben sind, der sollte sich dessen bewusst sein, dass die Kandidaten nur Gelegenheit hatten, auf die Fragen der Moderatoren zu antworten. Das heißt, was nicht von ihnen gefragt wurde, konnte auch nicht zum Thema werden. Den Kandidaten kann man da eigentlich keine Schuld geben.

Vorhin sah ich unsere Bundeskanzlerin in einem Wahlspezial des ZDF. Personen aus dem Publikum konnten ihr Fragen stellen, die sie beantworten sollte. Ich fand Frau Merkel schon lange sympathisch, aber in dieser Sendung hat sie mich wirklich davon überzeugt, dass sie auch für die kommende Legislaturperiode die richtige Person für eine Kanzlerschaft ist. Sie konnte auf jede der Zuschauerfragen konkret und glaubhaft antworten. Was ich besonders schätzte, war, dass sie nicht nur „gelabert“ hat, sondern auch konkret geantwortet hat – eine Eigenschaft, die man bei Politikern ja oft vermisst. Sie wirkte auf mich sehr authentisch und vernünftig.

In diesem Zusammenhang kann ich auch mal meine politische Meinung hier kund tun, denke ich. Ich glaube, dass die große Koalition nicht unbedingt schlecht ist/war, aber ich denke auch, dass es bessere (weil effektivere) Konstellationen gibt. Insofern würde ich einen Wechsel zu einer schwarz-gelben Regierung sehr begrüßen. Zur Zeit sieht es dafür gar nicht mal schlecht aus, wenn man den Umfragen glaubt. Aber auch repräsentative Umfragen sind nicht das Nonplusultra, denn viele Wähler entscheiden sich erst am Wahltag für eine bestimmte Partei. Da kann noch viel passieren. Schwarz-Gelb halte ich einfach für die vernünftigste Variante, die Deutschland für alle Menschen am weitesten voran bringen kann.

Häufig wird als Gegenargument dann auf die „soziale Ader“ der anderen Parteien verwiesen. Dabei wird aber oft vergessen, dass man eigentlich keine der derzeit im Bundestag vorhandenen Parteien als unsozial einstufen kann, nur weil nicht jede das Wörtchen „sozial“ im Parteinamen trägt. Schwarz-Gelb steht ebenso für soziale Ziele ein – jedoch sehe ich hier auch mehr Vernunft als bei anderen Parteien.

Fakt ist jedenfalls: Auch wenn Schwarz-Gelb für viele schon fast als gewählt gilt, sicher ist das noch lange nicht! Umso wichtiger ist es, dass alle, die diesen Wechsel wollen, auch dafür einstehen, indem sie zur Wahlurne gehen!

Ein Spruch, den mir heute eine ältere Dame sagte. Ich für mich kann sagen, irgendwo ist da schon was dran, leider.

Ein anderer Spruch, der mir dazu einfällt: Freunde kannste Dir aussuchen, Verwandte haste.

In Sachsen, Thüringen und im Saarland wird an diesem Sonntag gewählt. Und ich als Sachse möchte es nicht versäumen, auf meinem bescheidenen Blog noch einmal zum Wählen aufzurufen. Geht zur Wahl, alle die Ihr das hier lest, wenn Ihr in den genannten Ländern lebt!

In der letzten Landtagswahl Sachsens kam die NPD über die 5-Prozent-Hürde und damit in den Landtag. Das soll sich diesmal ändern! Wer nicht zur Wahl geht, spielt solchen Extremisten in die Hände, denn deren Anhänger gehen bestimmt.

Die Demokratie und das Wahlrecht sind große Errungenschaften, für die viele Menschen lange gekämpft haben. Jeder sollte von diesem Recht Gebrauch machen!

Anmerkung: HIER kann man sich sehr gut über die sächsischen Parteien und ihre Kandidaten informieren. Die Informationen für andere Länder finden sich ebenfalls beim ZDF.

Durch meine eigene Betroffenheit bin ich natürlich inzwischen relativ gut informiert über das Thema ADHS. Und so passiert es mir recht häufig, dass ich Menschen begegne, bei denen ich ebenfalls ADHS vermute. Zum Beispiel gab es während eines Praktikums im Krankenhaus einen Arzt, der deutlich hyperaktiv war, sehr schnell einen gestressten Eindruck machte und mit vielen seiner Mitmenschen aneinander geriet, weil er hinter vielen Aussagen schnell Kritik vermutete und auf diese vermeintliche Kritik impulsiv reagierte. Oder auch wenn ich an manche ehemaligen Mitschüler oder Kommilitonen denke, dann könnte ich bei dem einen oder anderen ebenfalls ein ADHS vermuten.

Das Problem dabei ist, dass diese Menschen meistens nichts über ADHS wissen oder aber gar nicht auf die Idee kommen, dass es sie selbst betreffen könnte, weil sie ADHS für eine Störung halten, die nur bei Kindern vorkommt. Oftmals sind sie sich auch nicht aller ihrer Probleme bewusst, geschweige denn, dass sie sich vorstellen könnten, dass es Hilfe für ihre Schwierigkeiten gäbe. Und vor allem bei den „Hypoaktiven“ kommt keiner auf die Idee, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt, weil ihre Beeinträchtigungen kaum jemandem auffallen.

ADHS ist häufig, und deshalb ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich meine Vermutungen bewahrheiten würden, sollten sich diese Personen einer Diagnostik unterziehen. Schon die Beschäftigung mit dem Störungsbild an sich kann Erleichterung schaffen. Sollte eine Therapie angezeigt sein, könnten sie erheblich von einer fundierten Diagnose profitieren.

Und genau dieses Wissen führt mich in ein kleines Dilemma: Denn ich kann nicht einfach zu jemandem hingehen und sagen: „Hey, ich glaube, Du hast ADHS!“. Das würde ihn vor den Kopf stoßen. Einerseits möchte ich den potentiellen ADHSlern helfen, andererseits möchte ich niemandem zu nahe treten oder ihn verprellen. Da ADHSler bekanntermaßen sehr empfindlich sein können oder solche gut gemeinten Hinweise schnell mal in den falschen Hals bekommen, ist es nicht leicht, die richtigen Worte/den richtigen Zeitpunkt zu finden. Und wenn man dann noch mit demjenigen weiterhin zusammenarbeiten muss, kann so etwas das Arbeitsklima erheblich belasten.

Wie also macht man es richtig? Ich gebe zu, darauf habe ich noch keine Antwort gefunden. Deshalb habe ich bis jetzt auch noch niemanden auf sein mögliches ADHS angesprochen.

Vor ein paar Tagen ist nun meine Approbation eingetrudelt. Die musste natürlich vorher beantragt werden, wozu vorher einige Unterlagen zu besorgen waren (wie immer). Ich weiß nicht, wie oft ich schon meine Geburtsurkunde zum Landesprüfungsamt getragen habe, diesmal war es auch wieder nötig. Ich bin aber trotzdem noch derselbe!

Fünf Minuten im Zimmer bei der Beamten, am nächsten Tag wurde es verschickt. Das Ganze kostete dann gleich mal 200 €. Nicht schlecht!

Aber dafür darf ich jetzt laut Gesetz am Patienten medizinisch tätig sein. Ein eigenartiges Gefühl, wenn man bedenkt, welche Arbeit in diesem einen A4-Blatt steckt.

Heute mal ein privater Beitrag, ich muss mir mal was von der Seele schreiben. Keine Ahnung, ob es jemanden interessiert, aber dazu ist mein Blog ja u. a. auch da. Vielleicht lösch’ ich den Beitrag auch wieder.

In den letzten Tagen geistert mir meine Ex immer wieder im Kopf herum. Komisch, denn es gibt eigentlich gar keinen Grund dafür. Es gab kein Ereignis o. Ä., das mich an sie erinnert hat, und trotzdem denke ich ständig an sie. Wir sind schon seit zweieinhalb Jahren getrennt, und soweit ich weiß, ist sie seit dieser Zeit mit einem Anderen zusammen. Die Trennung kam damals für mich sehr überraschend. Ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet, und so hat es mir ziemlich den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich wusste zwar, dass wir Probleme hatten, aber nicht, dass es so schlimm war, dass die Beziehung auf dem Spiel stand.

Das Ganze hatte sich über einen längeren Zeitraum entwickelt (wie das eben so ist), und in dieser Zeit hat sie sich immer mehr zurückgezogen und emotional eingekapselt. Sie hat sich von mir nicht verstanden gefühlt, obwohl ich eigentlich genau das wollte, sie verstehen. Aber sie hat nicht mehr mit mir über ihre Gefühle geredet und sich immer mehr verschlossen. Wie sollte ich sie denn verstehen, wenn sie sich mir gegenüber nicht öffnet? Unsere Beziehung und deren Zukunftsaussichten hat sie immer negativer gesehen. Sie hat sich eingeredet, dass wir nicht zusammen passen. Dabei haben wir in der langen Zeit vor unseren Problemen sehr gut harmoniert. Wir hatten denselben Humor, dieselben Ansichten, keinerlei grundlegende Meinungsverschiedenheiten und konnten uns (in der guten Zeit) teils wortlos verstehen. Wir waren auf derselben Wellenlänge, und das habe nicht nur ich so gesehen. Unsere Freunde dachten alle, dass wir ewig zusammen bleiben werden, und als sie von unserer Trennung erfuhren, gab es keinen, der es verstanden hat. Selbst ihre besten Freundinnen haben nicht damit gerechnet.

Dieses Unverständnis, die Tatsache, dass ich den Grund für die Trennung kaum nachvollziehen konnte, hat es mir zusätzlich schwer gemacht, drüber hinweg zu kommen. Bis heute habe ich keine befriedigende Erklärung, nur ein paar Spekulationen. In der letzten Zeit unserer Beziehung hatte sie mehrere Probleme. Ihre Gesundheit machte ihr immer mehr zu schaffen, wodurch sie nicht mehr so belastbar war. Das Studium bzw. der praktische Teil der Ausbildung führten zu vermehrtem Stress. Außerdem musste sie sich noch Sorgen um die Gesundheit eines nahen Familienangehörigen machen. Ich habe versucht, ihr in dieser Situation zu helfen und für sie da zu sein, aber anscheinend war das nicht genug. Sie wurde immer gereizter und hat am Ende häufig auch an mir herumgemäkelt, was mich verunsicherte.

Ich glaube, dass all diese Belastungen am Ende zu einem Burnout bei ihr geführt haben und dass das einer der Gründe für die Trennung war, dazu ihre übertrieben negative Sichtweise ihrer/unserer Zukunft (was man beim Burnout ja auch haben kann), so dass sie einfach keinen Sinn mehr in unserer Beziehung sah. Sicher, ich hab auch Fehler gemacht, die ich im Nachhinein auch bereue und gern ungeschehen machen würde. Doch es waren alles keine unlösbaren Probleme! An irgendeinem Tag sah sie eine „Stern“-Zeitschrift im Kiosk mit der Überschrift „Wie sich Mann und Frau gegenseitig dominieren“. Da sagte sie zu mir: „Die müssen wir uns kaufen!“ Offenbar hat sie sich von mir dominiert gefühlt, was ich natürlich nicht wollte und bis heute nicht so richtig verstehe. Im Endeffekt ist unsere Beziehung wahrscheinlich an zu viel Stress und zu vielen sinnlosen Streits über Banalitäten zu Bruch gegangen. Und das finde ich umso bitterer, weil das eigentlich keine wirklichen Gründe  sind. Das hätten wir in den Griff kriegen müssen, und wir hätten es auch schaffen können!

Ihr jetziger Freund war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat, denn er hat diese Situation ausgenutzt (vielleicht war es auch einfach nur Glück für ihn, dass er sie in dieser Situation kennengelernt hat). Sie hatte sich verändert. Ab irgendeinem Punkt war sie nicht mehr der liebenswerte freundliche Mensch, den ich so leicht zum Lachen bringen konnte wie am Anfang und dessen Lachen jedes Mal eine kleine Belohnung war für meine Witze. Ich weiß nicht, ob dieser absolut liebe und edle Mensch, in den ich mich verliebt hatte, noch irgendwo in ihr steckt. Ich wünsche es ihr, dass sie sich das erhält, aber gleichzeitig fürchte ich, dass das nicht mehr der Fall ist. Ich dachte und hoffte, dass sie sich irgendwann wieder fängt. Aber dazu kam es nicht. Ich hätte sie vor lauter Fassungslosigkeit am liebsten einfach mal an den Schultern gepackt und durchgerüttelt, damit sie wieder aufwacht.

Irgendwo in mir hab ich immer noch nicht die Hoffnung aufgeben, dass sie sich besinnen wird und erkennt, was wir zusammen hatten. Wahrscheinlich ist es total bescheuert, zu glauben, dass ihre Gefühle zu mir wieder aufflammen könnten. Doch ein wenig Hoffnung hatte ich bis jetzt immer noch. Ich weiß nicht, ist so etwas überhaupt möglich (für den Fall, dass es ihr jetzt wieder besser geht)?

Dr. med. Eckart von Hirschhausen, ein Kollege sozusagen, hat ADHS! Auf Stern.de schreibt er:

Heute keine Kolumne. Sondern ein Bekennerbrief zur Aufmerksam-keitsstörung – Attention deficit disorder. Nicht verbunden mit Hyperaktivität, nur im Kopf. Ich hab das. In milder Form. Und ich lebe sehr gut damit.

Ich finde es gut, wenn sich öffentlich präsente Personen dazu bekennen, denn dadurch begreift die Öffentlichkeit, dass ADHS weit verbreitet ist, dass man es aber trotzdem zu etwas bringen kann. Hirschhausen ist da das perfekte Beispiel, wie ich finde. Und sein „Bekenntnis“ (klingt schon fast nach einem Verbrechen o. ä.)  macht ihn mir gleich noch sympathischer. Da sag ich doch einfach mal:

Verpeilte Grüße!

Die Proteste im Iran zeigen, wie wichtig die Möglichkeiten des Web 2.0 werden können. Nämlich dann, wenn es nicht möglich ist, auf normalem Wege an Informationen über die Geschehnisse in einem Land heranzukommen. Freilich hat es die Führung des Irans nicht gerne, wenn sich Bilder der Massenproteste in aller Welt verbreiten. Dass sie dies zu unterdrücken versucht, war zu erwarten. Und dennoch gelang und gelingt es Menschen, über YouTube, Facebook und andere mit dem Ausland zu kommunizieren. So dass diese spärlichen Bilder in so mancher Nachrichtensendung das einzige Bildmaterial aus dieser Region darstellen.

Es ist nicht immer nur ein Segen, dass jeder seinen Senf im Internet irgendwo dazu geben kann (ich als Blogger tu es allerdings auch) oder die Welt an privaten Details teilhaben lassen kann, doch gäbe es dieses Web 2.0 nicht, hätten wir noch weniger oder kaum Information aus dem Iran. Das finde ich irgendwie bemerkenswert.

Siehe z. B. HIER

Ja, es ist wahr, seit ein paar Tagen habe ich auch die mündliche Prüfung erfolgreich hinter mich gebracht. Somit habe ich meinen Abschluss jetzt in der Tasche. Endlich – nach über 6 Jahren Studium – darf ich mich nun Arzt nennen. Trotzdem fühle ich mich nicht anders als vorher, wahrscheinlich braucht es noch ein bisschen, bis ich’s realisiert habe.

Jedenfalls mache ich jetzt erst mal nichts. Und dann werde ich mal meinen Senf zum Medizinstudium in Jena dazugeben. Da gibt es nämlich noch einiges (nicht unbedingt Positives) zu sagen.

Wetterfühligkeit ist zwar keine Erkrankung, aber dennoch weit verbreitet. Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: Meteoropathie. Ich habe bei mir und auch bei Personen meiner Familie und Freunden beobachtet, dass gerade bei Luftdruckschwankungen Beschwerden wie bleierne Müdigkeit, Antriebs- und Konzentrationsstörungen auftreten/sich verstärken können. Symptome, die bei Anderen nicht in dieser Häufigkeit und unabhängig vom Wetter auftreten (wenn überhaupt). Ich glaube, dass diese erhöhte Anfälligkeit für einen Wetterwechsel bei ADHSlern häufiger auftritt, vielleicht aufgrund einer generell veränderten Körperwahrnehmung. Bis jetzt hab ich noch nichts zu diesem Thema im Netz gefunden.

Als die Mauer an der deutsch-deutschen Grenze fiel, war ich gerade mal sieben Jahre alt. Daher kann ich mich nicht mehr genau dran erinnern. Aber ich weiß, dass es für die Menschen der DDR ein enorm bewegendes Ereignis war, wohl auch, weil keiner damit rechnen konnte. Man muss sich mal vorstellen, was es bedeutet, Jahre lang so gut wie eingesperrt zu sein in einem Überwachungsstaat ohne Meinungsfreiheit und einem System, das kaum freie Entfaltung ermöglicht. So erlebten es viele Menschen, und ich kann mir es nur schwer vorstellen, wie das gewesen sein muss.

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Bundesrepublik Deutschland hat die ARD eine sehr zu empfehlende Sendereihe produziert, die jedes einzelne Jahr BRD-Geschichte dokumentiert. Ich habe noch lang nicht alle Sendungen gesehen, aber von den bisherigen fand ich das Jahr 1989, das Jahr des Mauerfalls, am ergreifendsten. Besonders den Moment, in dem Hans-Dietrich Genscher die Ausreisegenehmigung an die ostdeutschen Flüchtlinge in der Prager Botschaft verkündet. Schon ein bisschen Wahnsinn. Wer diese Bilder noch nicht kennt, der sollte sich das unbedingt anschauen (Link unten).

Der Mauerfall und die Deutsche Einheit waren ein Sieg der Freiheit und  der Demokratie. Wie gesagt, ich selbst war damals noch zu klein, um genügend Erinnerungen aus dieser Zeit zu haben. Aber ein paar Erinnerungen aus der DDR an sich habe ich natürlich trotzdem, und ich werde sie wahrscheinlich demnächst hier auf dem Blog einmal niederschreiben …

Das Jahr 1989 (hier klicken)

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Auch noch interessant:

Doku von Spiegel-TV mit vielen Originalaufnahmen am Ort des Geschehens

und

Deutsche sind stolz auf ihr land (Zeit Online):

>>Die unterschiedlichen Ansichten zwischen Ost- und Westdeutschen in Bezug auf die demokratischen Werte sind äußerst gering.<<

>>Wie es im Untersuchungsbericht der Konrad-Adenauer-Stiftung heißt, legen die Ergebnisse den Schluss nahe, dass die Linke „nicht wegen, sondern trotz ihrer politischen Forderungen“ aus Protest unterstützt wird.<< (interessant, weil es gerade im „Osten“ viele Anhänger der Linken gibt)

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