Humor


Dr. med. Eckart von Hirschhausen, ein Kollege sozusagen, hat ADHS! Auf Stern.de schreibt er:

Heute keine Kolumne. Sondern ein Bekennerbrief zur Aufmerksam-keitsstörung – Attention deficit disorder. Nicht verbunden mit Hyperaktivität, nur im Kopf. Ich hab das. In milder Form. Und ich lebe sehr gut damit.

Ich finde es gut, wenn sich öffentlich präsente Personen dazu bekennen, denn dadurch begreift die Öffentlichkeit, dass ADHS weit verbreitet ist, dass man es aber trotzdem zu etwas bringen kann. Hirschhausen ist da das perfekte Beispiel, wie ich finde. Und sein „Bekenntnis“ (klingt schon fast nach einem Verbrechen o. ä.)  macht ihn mir gleich noch sympathischer. Da sag ich doch einfach mal:

Verpeilte Grüße!

Angeregt durch Elphabas philosophischen Beitrag über das Bewusstsein im Moment des Nichtbewussten (?), kam mir dieses kleine nicht weniger widersprüchliche Gedicht in den Sinn (Autor unbekannt, Quelle), einfach mal lesen! Verstehen zwecklos, aber auch unnötig:

Dunkel war’s, der Mond schien helle,
Schneebedeckt die grüne Flur,
Als ein Wagen blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute
Schweigend ins Gespräch vertieft,
Als ein totgeschossner Hase
Auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und der Wagen fuhr im Trabe
Rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
Grade eine Turmuhr auf.

Ringsumher herrscht tiefes Schweigen
Und mit fürchterlichem Krach
Spielen in des Grases Zweigen
Zwei Kamele lautlos Schach.

Und auf einer roten Bank,
Die blau angestrichen war
Saß ein blondgelockter Jüngling
Mit kohlrabenschwarzem Haar.

Neben ihm ‘ne alte Schachtel,
Zählte kaum erst sechzehn Jahr,
Und sie aß ein Butterbrot,
Das mit Schmalz bestrichen war.

Oben auf dem Apfelbaume,
Der sehr süße Birnen trug,
Hing des Frühlings letzte Pflaume
Und an Nüssen noch genug.

Von der regennassen Straße
Wirbelte der Staub empor.
Und ein Junge bei der Hitze
Mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen
Hielt er sich die Augen zu.
Denn er konnte nicht ertragen,
Wie nach Veilchen roch die Kuh.

Und zwei Fische liefen munter
Durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
Und der graue Tag erschien.

Dies Gedicht schrieb Wolfgang Goethe
Abends in der Morgenröte,
Als er auf dem Nachttopf saß
Und seine Morgenzeitung las.

Ich schätze Joachim Bublath und sein Wirken im TV sehr. Knoff-Hoff habe ich schon als Kind gern geschaut (und das, obwohl ich damals überhaupt kein „West-Fernsehen“ hätte sehen dürfen).

Bullys Parodie auf Bublath (hier „Magnetismus“ und das Phänomen „Fahrstuhl“) finde ich sehr gelungen und einfach mal sehenswert:

Anscheinend funktionieren die Links nicht, deshalb hier noch einmal die Links:

http://www.youtube.com/watch?v=PJLWYh4Aorw

http://www.youtube.com/watch?v=EJ1s-O_vOwY

Ich wollte eigentlich schon eher einen kurzen Beitrag dazu schreiben, hatte aber erst heute die Muse dazu.

Man schaue sich einfach mal diesen kurzen Nachrichtenbeitrag über Hessens Landtagsauflösung an (2:05 Min.) und lege sein Augenmerk auf die hessische SPD!

Folgendes Zitat war da vom Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel zu vernehmen:

„Ich sage Ihnen, wir machen hier keinen Wettbewerb nach dem Motto ‘Wer ist Germany’s next Topmodel?’. Im Übrigen, den Wettbewerb würd’ ich mit Herrn Koch bestehen.“

Aha, er findet sich also hübscher als seinen Gegner, den Herrn Koch. Ich frage mich allerdings: Ist das jetzt ein neues Konzept für den Wahlkampf? Der schönste Schönling wird Ministerpräsident? Na mal sehen, ob’s funktioniert.

Was mir noch auffiel in der SPD: Die sogenannten Abweichler mussten auf der letzten Bank sitzen, neben der Linkspartei. Aber das ist doch noch viel zu harmlos! Diese Verräter hätten sich in die Ecke stellen sollen, bis sie wieder lieb sind! Wie kann man denn als Abgeordneter auf die Idee kommen, sein Gewissen zu fragen, spinnen die?

Mir scheint, die hessische SPD hat große Probleme. Da kann man nur hoffen, dass die anderen Parteien wenigstens aus dem Kindergartenalter raus sind.

Heute habe ich auf 3SAT einen Beitrag der Sendung „Polylux“ gesehen, der mich sehr zum Schmunzeln gebracht hat. Es ging um eine deutsche Partei, die sich den kreativen Namen DIE PARTEI hat einfallen lassen. Erst dachte ich, ich werde gerade aufs Korn genommen, aber diese Partei scheint es wirklich zu geben. Sehr sonderbar erschien mir folgende Passage aus deren Parteiprogramm (Quelle):

„Die Neugliederung des Bundesgebietes ist der einzige Fall, in dem das Grundgesetz (Artikel 29) einen Volksentscheid vorsieht. Wir streben die Verringerung der Anzahl der Bundesländer auf maximal acht durch einen solchen Volksentscheid an. Die fünf Länder Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Branden­burg und Mecklenburg-Vorpommern sollen dabei zu einem starken Ost-Bundesland zusammengefaßt werden. Um wirtschaftliche Impulse zu erzeugen, soll dieses neue, starke Bundesland eine Sonderbewirtschaftungszone (SBZ) bilden. Niedrige Steuersätze, flexible arbeitsrechtliche Regelungen und eine entbürokratisierte und gestraffte Verwaltung sollen den Aufschwung vorantreiben.

Diese Sonderbewirtschaftungszone (SBZ) soll auch baulich vom Rest der Bundesrepublik getrennt werden. Auf diese Weise soll unserer modernen, fortschrittlichen und zukunftsweisenden Idee einer solchen Zone Nachdruck verliehen werden.“

In dem Fernseh-Beitrag kam es noch deutlicher zum Ausdruck: Die wollen wieder eine Mauer bauen! Kann man sich sowas vorstellen?

Ich habe wirklich hin und her überlegt, ob ich diesen Artikel verfassen sollte, oder ob es falsch ist, da ich damit den Bekanntheitsgrad dieser Leute erhöhe. Immerhin haben sie mit 0,0002% in der letzten Bundestagswahl einen klaren Regierungsauftrag vom Wähler erteilt bekommen! Aber ich finde den Beitrag ziemlich komisch und scheue mich deshalb nicht, darauf aufmerksam zu machen.

Keine Frage, Deutschland ist noch nicht komplett zusammengewachsen. Nach 18 Jahren gibt es immer noch unterschiedliche Löhne, mehr Ossis waren schon mal im Westen als umgekehrt usw. Aber wie kann man denn daraus nur den Schluss ziehen, wir bräuchten eine neue Mauer? Naja, macht Euch selbst ein Bild.

HIER gibt es den Beitrag der Sendung „Polylux“ zum Selberansehen.

(tigger)

Interpretiere jeder diese kleine Abwandlung eines bekannten Zitats, wie er es möchte.

Wenn ich schon bald sterben muss, weil ein paar Forscher in Genf das Universum verstehen wollen, dann ist die Variante, von einem Schwarzen Loch aufgesogen zu werden, doch gar nicht sooo schlecht: kurz und schmerzlos. In knapp 40 Sekunden ist die ganze Erde weg. Da bleibt weder Zeit zum Bemerken der ganzen Sache, noch, um davor Angst zu haben:

Als ich letztens mal wieder quer durchs Netz surfte, stieß ich auf eine Pflanzenart namens Amorphophallus titanum. Auf den ersten Blick nichts besonderes, dieser Name für die größte Blume im Pflanzenreich. Da ich allerdings zu Schulzeiten im Lateinunterricht auch manchmal aufgepasst habe, war ich dann doch ziemlich verwundert über diesen Namen, denn man kann ihn wörtlich mit „unförmiger Titanen-Penis“ oder etwas plumper mit „unförmiger Riesenschniedel“ übersetzen. Wer kommt denn auf solch einen Namen?

Es war ein Mann namens Arcangeli im Jahre 1879, nachdem die Pflanze ein Jahr zuvor von ihrem Entdecker, dem Botaniker Odoardo Beccari, Conophallus titanum getauft wurde. Keine Ahnung, was das bedeutet, kommt aber wahrscheinlich auf fast dasselbe raus.

Nun ja, wenn man sich diese Blume einmal anschaut, dann kann man die Gedankengänge dieser beiden Männer schon irgendwie nachvollziehen. Wahrscheinlich waren sie dermaßen von der enormen Größe beeindruckt (aktueller Blütenstand-Rekord: 2,94 m), dass ihnen keine andere Assoziation einfiel!

Titanwurz

Amorphophallus titanum, dt. Titanenwurz (Quelle)