Kurzes Statement zu den Olympischen Spielen

Nein, das soll gar keine Aussage zur Menschenrechtssituation in China oder der Situation in Tibet werden. Dass hier vieles nicht in Ordnung ist, darüber sind wir uns wohl alle einig. Dennoch schaue ich Olympia, und mich interessiert dabei auch in erster Linie der Sport. Sportler können nix für die Situation in China. Ich möchte mich tatsächlich einfach nur auf die Olympischen Spiele beschränken.

Am bewegendsten fande ich bis jetzt natürlich Britta Steffens Sieg über die 100 m Freistil. Eine großartige Leistung, sich von der letzten Position innerhalb von 50 Metern bis auf die erste vorzuarbeiten. Ich gönn ihr den Sieg, und ich denke, die deutschen Schwimmer haben dieses Erfolgserlebnis gebraucht. Sehr rührend war die Umarmung von Britta Steffen und Franzi van Almsick kurz nach dem Wettkampf. Ich muss zugeben, dass ich mir schon eine Träne unterdrücken musste, als ich das sah. Ähnlich ergreifend auch die Siegerehrung mit der deutschen Nationalhymne. Wer es wirklich noch nicht gesehen hat, kann sich HIER noch einmal eine Zusammenfassung anschauen.

Auch immer wieder sehr beeindruckend finde ich die Leistungen der Turner. Dieses Maß an Körperbeherrschung, Disziplin, Kraftaufwand und präzise Koordination findet sich in kaum einer anderen Sportart. Vor allem die Ringe faszinieren mich dabei besonders. Wenn man sich ein paar dieser Halteübungen und Figuren anschaut, kommt man schnell ins Staunen. Und immer wieder der Abschwung – egal von welchem Gerät – mit einem Doppelsalto oder einer Schraube.

Bis jetzt steht Deutschland ja gar nicht schlecht im Medaillenspiegel. Immerhin Platz 3, jedoch dicht gefolgt von Südkorea. Ich denke, das kann sich sehen lassen. Gratulation an alle Medaillengewinner, und hoffentlich werden es noch mehr! In einigen Sportarten stehen unsere Chancen auf Edelmedall nicht schlecht!

Nachtrag: Britta Steffen gewinnt ihr zweites Gold bei Olympia!

Britta Steffen siegte heute (17. August) im Wettkampf um die 50 m Freistil. Wieder eine großartige Leistung. Ihr Vorsprung betrug eine Hundertstel-Sekunde, das entspricht umgerechnet etwa 2 cm – kaum vorstellbar, wie nah beieinander auf so einer kurzen Strecke Sieg und Niederlage liegen. Auch beachtenswert: Sie schwamm, ohne zu atmen! Ich freue mich sehr für unser Goldmariechen und bin sehr angetan von der Natürlichkeit dieser bodenständigen, sympathischen Sportlerin. Herzlichen Glückwunsch!

HIER kann man sich den Wettkampf mit anschließender Siegerehrung ansehen.

2 Gedanken zu “Kurzes Statement zu den Olympischen Spielen

  1. Mir setzt manchmal völlig der Verstand aus und ich „leide“ richtig mit. Als die Steffens da der Almsieck in den Hals geheult hat war ich auch voll dabei. Wie im Kino (da setze ich mich gerne in die letzte Reihe, damit mich niemand heulen sieht). Hach ja…

  2. Ich hätte vorher wirklich nicht gedacht, dass einen sowas derart rühren kann, zumal ich Britta Steffen vor der Olympiade gar nicht kannte.

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