Sachsen hat bestes Bildungssystem Deutschlands!

Wie heute in den Nachrichten zu vernehmen war, hat das Bundesland Sachsen laut INSM-Bildungsmonitor 2008 das beste Bildungssystem, dicht gefolgt von Baden-Württemberg und Thüringen. Tja, ich habe schon immer gewusst, dass ich auf mein Heimatland stolz sein kann.

Ach übrigens, aus Sachsen kommt auch der erste Deutsche, der die Erde aus dem All betrachten konnte, Sigmund Jähn. Gestern feierte er das 30-jährige Jubiläum seines Weltraumfluges.

Ja, mir Sachsen sinn eb’n helle!

Nachtrag:

(28.08.2008)

Aufgrund Achters Kommentar (s. unten) habe ich noch ein wenig recherchiert und folgendes Zitat aus der Pressemitteilung zum 2. Nationalen Bildungsbericht (PDF) (www.bildungsbericht.de) gefunden:

Sozialer Status und Bildungsstand der Herkunftsfamilie: Einfluss verstärkt sich bis zum Übergang in die Hochschule.

Mit einem höheren sozioökonomischen Status gehen bis zu dreimal geringere Hauptschul- und bis zu fünfmal höhere Gymnasialbesuchsquoten einher. Internationale Schulleistungsstudien zeigen, dass die Kopplung zwischen sozialem Status der Herkunftsfamilie und erworbenen Kompetenzen in Deutschland nach wie vor stärker ausgeprägt ist als in anderen Staaten. Auch der Hochschulzugang erzeugt neue Disparitäten: Kinder aus Akademikerfamilien nehmen bei gleichen Abiturnoten häufiger ein Studium auf als Kinder aus nichtakademischen Elternhäusern.“

Es handelt sich bei der Korrelation zwischen sozioökonomischem Status und Bildungskompetenzen also sogar um ein gesamtdeutsches Problem.

Advertisements

4 Gedanken zu “Sachsen hat bestes Bildungssystem Deutschlands!

  1. Zu BW gibts noch zu erwähnen, daß die zwar einerseits gut abschneiden, andererseits der Faktor „sozialer Status/Einkommen“ enorm mit Schulabschlüssen korreliert. Mit anderen Worten: nur ein reicher Schwabe ist ein schlauer Schwabe.
    Zitat Bildungsmonitor:
    „Die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder aus einkommensschwächeren Familien bleibt in Baden-Württemberg jedoch ein Problembereich.“

  2. Spiegel-Online zitiert eine Wiesbadener Studie, nach der der soziale Status der Eltern darüber entscheidet, ob Grundschüler von Lehrern ein Empfehlung für das Gymnasium bekommen oder nicht. Bei gleichen Noten seien hier die Kinder mit Akademiker-Eltern bevorzugt.
    Als es bei mir darum ging, sich für oder gegen das Gymnasium zu entscheiden, zählte ausschließlich der Notendurchschnitt. Lehrerempfehlungen gab es keine. Möglich, dass sich das inzwischen in Deutschland – oder zumindest in Hessen – geändert hat.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s