Ein Leben mit AD(H)S – die Welt anders sehen und begreifen: Einleitung

Ich beginne heute mit einer detaillierten Beschreibung der Symptome, mit denen ein ADHS-Patient leben muss. Dabei werde ich regelmäßig einen Artikel auf diesem Blog schreiben, in dem ich mich einem bestimmten Symptom oder einer bestimmten ADHS-typischen Eigenart widmen werde. Keineswegs soll es nur um die negativen Aspekte gehen, wenngleich sie jedoch überwiegen. Auch positive Eigenschaften vieler ADHSler sollen hier beschrieben werden.

Die Basis hierfür liefern in erster Linie meine eigenen Erfahrungen als ADSler, d. h. meine Erlebnisse zu Zeiten, als ich noch nicht diagnostiziert war (aus heutiger Sicht), aber auch Dinge, die ich im Austausch mit anderen Betroffenen erfahren und gelernt habe. Zwar sind die Aussagen, die ich dabei treffe, prinzipiell nicht verallgemeinerbar, aber ich werde dennoch versuchen, das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom von möglichst vielen Seiten zu beleuchten.

Am Ende befindet sich dann hier auf diesem Blog – wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle – eine genaue und bildliche Beschreibung darüber, wie ADHS das Leben beeinflusst, und zwar aus Sicht eines Betroffenen. Es soll also keine sachliche, womöglich sogar wissenschaftliche Beschreibung eines Krankheitsbildes werden, denn diese existieren inzwischen in vielerlei Büchern bzw. im Internet. Nein, diese Sammlung wird eine subjektive Darstellung eines Syndroms, das viele Menschen noch nicht verstanden haben. Oft habe ich es erlebt, dass selbst Menschen, die mich gut kennen, nicht richtig verstehen können, warum mir bestimmte Dinge nicht möglich sind, sind sie doch so selbstverständlich für Nichtbetroffene. Manchmal wird sogar geglaubt, man wolle sich nicht bemühen, hätte keine Lust und Ähnliches.

Genau hier will ich ansetzen, in der Hoffnung, dazu beizutragen, dass Menschen mit ADHS besser verstanden werden. Eine weiterere Intention ist es, den noch nicht Diagnostizierten und Zweifelnden eine Hilfe zu bieten, anhand derer sie sich selbst als Betroffene erkennen können. Freilich ist dies kein Ersatz für eine ärztliche Diagnosestellung, aber vielleicht der Anstoß dazu.

4 Gedanken zu “Ein Leben mit AD(H)S – die Welt anders sehen und begreifen: Einleitung

  1. Das ist eine ganz „Klasse – Idee“!🙂 Es ist nämlich wahnsinnig schwierig dieses Problematik ans Licht der Welt zu bringen. Selbst in vertrauten Familienstrukturen gibt es viel „Herumeierei“ usw. Dieses Nichtverstehen und mentale Heruminterpretieren ist sooo… anstrengend!!!

    Freue mich darauf, hier lernen zu können!🙂

  2. Danke sunny, bin selbst gespannt, was am Ende rauskommt. Werd mir auf jeden Fall Mühe geben, halbwegs verständlich zu bleiben.

  3. Was auch immer Du damit sagen willst. Ich nehme mich nicht ernster und nicht weniger ernst als ich das mit meinen Mitmenschen tue.

    Wie Du ja an anderer Stelle schreibst, wird auf diesem Blog tatsächlich seriös diskutiert – und natürlich auch zum Thema ADHS. Du kannst Dich hier gerne umsehen. Fühl Dich wie zu Hause.😉

    Sehr zu empfehlen ist noch der Teil „Allgemeines„, denn der enthält einige wissenschaftlich fundierte Wahrheiten, die leider manche Menschen immer noch nicht mit ihrer Überzeugung vereinbaren können.

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