The time has come

Ja, nun ist es soweit. Man darf Barack Obama ab heute mit „Mr. President“ anreden. Ein paar Eindrücke zu seiner Amtseinführung:

Für Amerika, aber vor allem für die schwarze Bevölkerung der USA, war es heute einer der bedeutendsten Tage der Geschichte. Während der Berichterstattung durch die TV-Sender sah man ständig zu Tränen gerührte Gesichter alter und junger Afroamerikaner, die kaum glauben konnten, was heute geschah. Viele von ihnen haben noch die Zeiten erlebt, in denen sie die Rassentrennung zu spüren bekamen. Dass sie Obama feiern wie einen Helden, obwohl er noch gar nichts geschaffen hat, ist verständlich. Und dass man ihm heute auch ein wenig Nervosität ansehen konnte, macht ihn mir nicht weniger sympathisch.

Viele Hoffnungen und Erwartungen lasten auf ihm. Aber auch er selbst ludt sich in seiner heutigen Rede große Lasten auf die Schultern, indem er seinem Volk und der Welt von seinen Vorhaben erzählte. Er hat sich viel vorgenommen und verbreitet dabei stets Hoffnung und Zuversicht. Auch wenn ich bezweifle, dass er all das umsetzen kann, es gibt schlechtere Voraussetzungen für einen neuen US-Präsidenten. Ich bin gespannt, was seine erste Amtshandlung sein wird, nachdem er die Ernennungsurkunde unterschrieben hat.

Der Glaube an Gott spielt für die Amis eine große Rolle, was man natürlich auch bei solch einer Veranstaltung wie der heutigen sehen konnte. Zwei Priester bekamen das Wort, und ständig hieß es „God bless America“. Auch ein Kirchenbesuch stand an für das neue Präsidenten-Ehepaar. Und natürlich wurde auch während der Zeremonie gebetet, wobei es schon fast zum guten Benehmen zu gehören scheint, dabei andächtig die Augen zu schließen – auch als designierter Präsident. Amerika ist der „Schmelztiegel der Nationen“, Kulturvielfalt ist typisch für dieses Land. Aber könnte man tatsächlich Präsident der Vereinigten Staaten werden, wenn man kein Christ ist, möglicherweise sogar an gar nichts Übernatürliches glaubt? Zumindest müssten solche Zeremonien dann etwas abgeändert werden.

Wie dem auch sei. Ich frage mich, was die Präsidentschaft Obamas für die Welt, für Europa und für Deutschland bedeuten wird. Ein Ende des Irak-Krieges? Eine bessere Umweltpolitik? Hoffnung und Zuversicht sind vielleicht auch hier nicht ganz unangebracht. Man darf gespannt sein …

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