Wetterfühligkeit und ADHS

Wetterfühligkeit ist zwar keine Erkrankung, aber dennoch weit verbreitet. Es gibt sogar einen Fachbegriff dafür: Meteoropathie. Ich habe bei mir und auch bei Personen meiner Familie und Freunden beobachtet, dass gerade bei Luftdruckschwankungen Beschwerden wie bleierne Müdigkeit, Antriebs- und Konzentrationsstörungen auftreten/sich verstärken können. Symptome, die bei Anderen nicht in dieser Häufigkeit und unabhängig vom Wetter auftreten (wenn überhaupt). Ich glaube, dass diese erhöhte Anfälligkeit für einen Wetterwechsel bei ADHSlern häufiger auftritt, vielleicht aufgrund einer generell veränderten Körperwahrnehmung. Bis jetzt hab ich noch nichts zu diesem Thema im Netz gefunden.

6 Gedanken zu “Wetterfühligkeit und ADHS

  1. Kenne ich leider sehr gut, bei mir und der ganzen Familie.

    Ich vermute, dass es an dieser Reizoffenheit liegt. „Wir“ registrieren auch unbewußt leider sehr vieles, was andere überhaupt nicht tangiert.

    Es nervt !

  2. Jo, und ich glaube, diese Überempfindlichkeit könnte auch ein Grund für noch weitere funktionelle Beschwerden sein (Reizdarmsyndrom, Fibromyalgie, Migräne, …).
    Oh Mann, das hört sich hier ja schon fast an wie in einem Rentner-Club. 🙂

  3. *Kicher*

    Nix Rentner, es fängt ja schon bei der Geburt an, ich bin mir sicher, dass meine Kinder nicht als Greise zur Welt gekommen sind *g*.

    Man darf die syndromtypische Neigung zum Drama nicht unterschätzen. Zahnweh z. B. ist nicht einfach nur Zahnweh, sondern gerät schnell in den Hyperfocus und ist somit ein Weltuntergang. Damit möchte ich keinem ADS’ler Wehleidigkeit unterstellen, aber die übersensible Wahrnehmung hindert leider oft daran, wenigstens ein bißchen die lästigen Symptome durch Ablenkung abzumildern.

    Zudem somatisieren die ADS’ler sehr oft, dann wird eben aus einer zunächst „nur“ seelischen Überreizung eine handfeste körperliche Krankheit. Unter anderem deshalb finde ich es sehr, sehr wichtig, frühzeitig eine klare Diagnose zu bekommen, so dass der totale Zusammenbruch, den ich von vielen spät diagnostizierten erwachsenen ADS’lern kenne, ausbleibt. Wer trotz ADS rechtzeitig Strategien entwickeln kann, die Überempfindlichkeit ein bißchen auszubremsen, ist besser geschützt.

    Es ist kurz nach eins, endlich schläft auch mein Oberhibbel – daher gute Nacht !

  4. Hi – netter Blog, gerade im Netz gefunden.
    Ob es einen „wiss.“ Zusammenhang zwischen Wetterfühligkeit udn ADS / ADHS gibt, weiß ich auch nicht, jedenfalls habe ich auch beides (v.a. der Wechsel auf Tiefdruck ist imemr ne Katastrophe).
    Jedenfalls, um auf weitere gesundheitl. BEschwerden zurückzukommen, es heißt ja auch dass die PMS Symptome bei ner AD(H)S Frau stärker auftreten.
    Gruß vom gehirngeknickten ADH-Essi

  5. >>es heißt ja auch dass die PMS Symptome bei ner AD(H)S Frau stärker auftreten.<<
    Ja, ist auch so. Östrogene (Pille) sollen relativ gut helfen und anscheinend auch dazu führen, dass die Medis (wie MPH oder SSRI) besser ansprechen.

  6. Nun Rotklee, Yamswurzel und viel Sport in besagter Zeit ist auch nicht schlecht – wer keine Pille nimmt und/oder sonst auch keine Medis.
    Leider hilft auch viel Schokolade *heul*

    Gruß, ADH-Essi
    vom gehirnknick.de Team

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