Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. (Sokrates)

Interessantes Zitat, das mich ein wenig zum Nachdenken angeregt hat. Trifft meines Erachtens zwar eigentlich zu, aber irgendwie auch nicht ganz. In diesem Zitat geht es um Stillstand und um das Setzen neuer Ziele. Ich denke, dass man durchaus „etwas sein“ kann und dennoch „etwas werden“ kann. Mit anderen Worten: Auch wenn man schon Ziele in seinem Leben erreicht hat, kann man sich neue Ziele setzen und damit neuen Herausforderungen stellen. Dazulernen geht immer. Man könnte auch einfach sagen: Wer rastet, der rostet.

9 Gedanken zu “Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. (Sokrates)

  1. Meine Interpretationshilfe: Man betone beim Lesen das Wort „glaubt“. Sokrates war ein unermüdlicher Infragesteller, kein Dogma war vor ihm sicher.

    Auch von ihm, ein Klassiker:

    „Keiner von uns beiden, so kann man wohl sagen, weiß etwas Schönes und Gutes. Aber dieser glaubt zu wissen und weiß nicht, ich aber, der ich ebensowenig weiß, glaube das nicht. Daher scheine ich um ein weniges weiser zu sein als dieser, da ich nicht glaube zu wissen, was ich nicht weiß.“

  2. Pingback: Sokrates «
  3. Gut, die Betonung liegt auf „glaubt“. Aber dieses Zitat ist mir etwas zu absolutistisch/bedingungslos (ein besseres Wort fällt mir nicht ein). Es erweckt mir den Eindruck, dass man nur mehr aus sich machen kann, wenn man genügend Selbstzweifel hat. Oder richtig herum: Wenn man selbstsicher ist, hindert das daran, mehr aus sich zu machen. Das trifft sicher manchmal zu, aber ich denke, dass auch mit einem gesunden Selbstbewusstsein (und Stolz über eigene Leistungen) eine ausreichende Motivation zum Erreichen weiterer Ziele bestehen kann. Es kommt wahrscheinlich auf das Maß an Selbstbewusstsein an. Wer seine Fähigkeiten realistisch einschätzen kann, weiß auch, was er erreichen kann, ohne sich zu über- oder unterschätzen. In dem Zusammenhang fällt mir noch ein anderes Zitat ein:
    Weder Lob noch Tadel bringen den Weisen aus dem Gleichgewicht. (Buddha)

  4. Das mit der Betonung ist nur ein Vorschlag. Das Schöne an diesem Zitat ist ja auch die Vielfältigkeit der möglichen Interpretationen, jeder liest seine eigenen Weisheiten oder Fragen raus.

  5. Nun ist das ja a) mit Übersetzungen und b) mit alten Sprachen so eine Sache und die Interpretaionsspielräume schon daher groß. Ich habe eine andere Variante gelesen: „Wer denkt, jemand zu sein, hat aufgehört, jemand zu werden.“

  6. Inka, der Sinn ist der gleiche. Wobei ich auch hier meine, das die Betonung auf „denkt“ liegt und es keinesfalls so ist…

  7. der gute sokates..
    „wer glaubt etwas zu sein, hat aufgehört etwas zu werden.“

    die Betonung liegt hier beim „Zuhörer“
    wer glaubt, das glauben stehe im Vordergrund der irrt.
    Denn um das Glauben geht es hier nicht.
    Was Sokrates damit meinte, was dann Plato (sein Schüler) bestätigte ist:

    wir werden geboren, und wir sind nur dreiteilig,
    Körper, Geist und Seele, wer das so sieht, der Glaubt!
    Wer aber Erkannt hat, dass dieses Wesen auch ein BEWUSSTES ICH haben kann, das sich hier auf Erden ausleben soll und zu dem werden soll, zu dem er bestimmt ist, der versteht dieses, was Sokrates so grandios in nur 10 Worte packte. Wie gut, das ich mit diesem „mein Senf dazu geben“ die ganzen Quantenphysiker hinter mir habe.

    Hört auf zu glauben, ihr seid wirklich, die Schöpfer!
    in jedem Augenblick, wo euch Atem eingehaucht wird, und dann voll Demut dieser euch wieder entläßt, habt ihr die Möglichkeit,
    ganz er_wachsen aus den alten Schleiern, das Leben zu schaffen.
    Wo ihr EURE Sehnsucht, die euch aus der Zukunft zieht, lebendig werden lassen könnt!

    Lesetipp: v. Goethe „Das Märchen“
    http://www.dreigliederung.de/gliederung/goethesmaerchen.html

  8. Tut mir leid, aber „Ihr Senf“ ist für mich lediglich eine sinnlose Aneinanderreihung hohler Phrasen. Aber das ist nur meine Meinung. Vielleicht können andere mehr damit anfangen.

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